Brenta

Tourart: 
Skitour
Datum: 
23 Mär 2022 to 27 Mär 2022
Wer war dabei?: 
Anne, Ella, Majo und Stevie
Foto: 
Beschreibung: 

Am Mittwoch morgen sind Ella, Stevie und ich losgefahren und nach Madonna di Campiglio gefahren (ca. 4.5 Stunden) und dann eine gute Pizza im Ort gegessen.
In der Zwischenzeit kamen auch Anne und Majo an. Nach genauem Überlegen, was wir an Gepäck alles brauchten, stapften wir los.
Links von den Liften sind wir durch den Wald gestapft. Zur Malga Vagliana. Und dann weiter hoch. Unser Ziel war die Graffer Hütte auf ca 2200hm.
Nach ca 3 Stunden (mit dem schweren Gepäck waren wir recht langsam) waren wir dort. Die Hütte ist ganz ok, aber der Wirt war unfreundlich und sparte an allem, z.B. an der Heizung.
Essen war ok, wenn auch die Nachspeisen sehr schlecht und lieblos waren.
Am Donnerstag sind wir hoch zum Groste Pass und links am Camosci vorbei. Wir entschlossen uns blöderweise erst nordseitig auf den Cima della Vallazza hochzugehen. Die Aussicht und der Gipfel waren zwar sehr schön, aber der Schnee bei der Abfahrt nicht aufgefirnt.
Dann probierten wir die Südseite vom Camosci hochzugehen, aber da war der Schnee in der Zwischenzeit so sumpfig geworden, dass dies nicht ging. Wir hätten halt zuerst südseitig hoch sollen...
Stattdessen sind wir dann auf einen kleinen Gipfel ostseitig davon, von dem wir ins Nachbartal (ostseitig) abfahren konnten. Diese Abfahrt war ganz nett. Stellenweise schöner Firn.
Dann mussten wir wieder zurück zum Passo del Groste. Zum Glück war in dem Steilstück inzwischen der Schatten drin, so dass der Sumpfschnee schnell wieder hart wurde.
Leider hat mein Fell bei den unterschiedlichen Temperaturen total versagt und wollte nicht mehr kleben. Nervig. Problem ist, dass von der Spitze ab der Schnee sich zwischen Fell und Ski schiebt.
Na ja, irgendwie habe ich es geschafft und bin dann noch mit Majo zum höchsten Punkt im Skigebiet, von dem aus wir zum Rifugio Stoppani abfuhren, wo wir die anderen trafen und was in der Sonne (aber kalter Wind) tranken.
Dann Abfahrt zur Graffer Hütte.
Am Freitag hatten wir dann eine große Tour geplant. Von unserer Unterkunft aus durchs Skigebiet nach rechts. Ein Abbruch muss umgangen werden. Rauf und runter. Dann verpassten wir den richtigen Weg (Wanderweg) und stiegen sinnlos ca. 150Hm hoch und mussten dann bei sehr hartem Schnee (da nordseitig) wieder abfahren. Zwischenziel war das Rifugio Tucket Sella, das sehr einsam liegt und im Winter nicht bewirtschaftet ist.
Von dort aus kann man aber sehr schön hoch gehen. In zwei verschiedene Kare. Ich wollte ins rechte Kar, da die Abfahrt sehr schön gewesen wäre. Die anderen haben mich aber überstimmt und wir sind ins linke Kar hoch, mussten mittendrin Steigeisen anziehen (ich hatte es mit Harscheisen probiert, bin aber gescheitert) und es ging immer höher bis zum Cima Sella (2913m). Kleine Kletterei zum Gipfel. Tolle Aussicht!!!
Dann vorsichtige Abfahrt und rüber zum Einstieg in das nordseitige Kar, das wieder zurück führte. Man hätte es abfahren können, aber in der Mitte gab es eine unangenehme enge und steile Stelle. Daher sind wir lieber mit Steigeisen abgestiegen, was gut ging. Abfahrt dann nach der Steilstufe. Es ging ganz gut, aber der Schnee war halt hart und nicht aufgefirnt.
Unten dann ging der Schnee schnell von hart in Sumpfschnee über. Wir mussten wieder ca. 1 Stunde mit auf und ab zurück zum Skigebiet. Anstrengend!!!
Die beste Abfahrt an dem Tag war das kurze Stück Piste zurück zur Graffer Hütte. Landschaftlich war das aber eine TOP-Tour!
Am Samstag sind wir wieder hoch zum Passo del Groste und dort flach nach Süden abgefahren. Stellenweise firnig, stellenweise noch hart.
Wir wollten über die Bacchetta dei Tre Sassi rüber und auf der anderen Seite abfahren. Leider war die Sonne in dem Hang drin und hatte den Schnee schon wieder sumpfig gemacht. Das war unten kein Problem, aber wir hatten Angst vor der Steilstufe. Nachdem Ella und Majo es zu gefährlich war, sind wir lieber noch ein Stück im Firn abgefahren und dann wieder hoch zum Passo del Groste bzw zum höchsten Punkt im Skigebiet. Dann Abfahrt zum Rifugio Stoppani und sehr gute Pizza genossen. Stevie und ich sind dann auf der Piste (sehr schön zu fahren) bis fast ins Tal abgefahren und dann wieder hoch zur Graffer-Hütte. Diesmal auf direktem Weg neben der Piste (ging trotz zweier Steilstufen ganz gut). An dem Tag kam ich auf ca. 1600hm. Danach noch chillen im Liegestuhl vor der Hütte.
Am Sonntag war Abreisetag. Wir sind nur zum höchsten Punkt im Skigebiet hoch und dann abgefahren. Hatten aber noch viel Spaß im Pumptrack und dann auch im Funpark. Toller Funpark! Viele Snowboarder unterwegs.
Abfahrt war gut. Am Parkplatz haben wir die beiden Schwedinnen getroffen, die mit uns auf der Hütte waren.
Heimfahrt und Pizzapause am Brenner.
Fazit: Landschaftlich top. Leider war die Schneesituation schlecht, aber das wussten wir natürlich schon vorher. Einsamer als die Dolomiten.

Spassfaktor: 
7.5